Kapitel

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11. 11
  12. 12
  13. 13
  14. 14
  15. 15
  16. 16
  17. 17
  18. 18
  19. 19
  20. 20
  21. 21
  22. 22
  23. 23
  24. 24
  25. 25
  26. 26
  27. 27
  28. 28
  29. 29
  30. 30
  31. 31
  32. 32
  33. 33
  34. 34
  35. 35
  36. 36
  37. 37
  38. 38
  39. 39
  40. 40
  41. 41
  42. 42
  43. 43
  44. 44
  45. 45
  46. 46
  47. 47
  48. 48
  49. 49
  50. 50
  51. 51
  52. 52
  53. 53
  54. 54
  55. 55
  56. 56
  57. 57
  58. 58
  59. 59
  60. 60
  61. 61
  62. 62
  63. 63
  64. 64
  65. 65
  66. 66

Altes Testament

Neues Testament

Dyr Ieseien 30 De Bibl auf Bairisch (BAI)

1. Wee yn dene Abtrinner, dene trutzignen, sait dyr Herr, die wo an meinn Raatschluß vorbei handdnd, ayn Bündniss gögn meine Vorstöllungen schliessnd und yso allweil tieffer eyn d Sündd einhinrutschnd!

2. Daa lädschnd s auf Güptn umhin, aane mi zeerst z fraagn, und suechend bei n Färgn z Güptn ent Schuz und Zueflucht!

3. Aber dös sag i enk glei: Mit derer Flucht auf Güptn umhin und yn n Schuz von n Färgn geet s mit enk grad eyn n Grabn einhin.

4. Was hilfft s n, wenn d Isryheeler Dietwärt z Zain verhandlnd und de Botn z Hänes?

5. Aynn Pfifkäs! Nix bringt s, dös Volk; hoehstns non allweil örger werd s!

6. Dös sait dyr Trechtein über d Vicher von n Sundergau: Durch ayn Land, daa wo rund umydum Gfaar und Schröckn lauernd, Leebnwelfn und alte Leebn, wo limmend, Naatern und Flugschlangenn, bringend s ienern Reichtuem, ienerne Schätz auf Ösln und Kemmlhöfer zo dönn Volk, dös wo ien nix bringt.

7. Kainz und nuzloos ist yn Güptn sein Hilf; drum nenn i s Rähäb - d Nixkünnerinn.

8. Ietz gee und schreib vor de Judauer dös auf ayn Tafl; ritz s ein, däß s yn dyr Naachwelt für allweil dyrhaltn bleibt:

9. Sö seind ayn pupfets Volk, ungraatne Sün, die was auf n Herrn sein Weisung nit lusternd.

10. Sagnd decht die pfeilgrad zo de Seher: "Seghtß nix!" und zo de Weissagn: "Weissagtß fein nit, was waar ist, sundern wie myr s gern haetnd!

11. Steetß üns nit eyn n Wög; laasstß üns mit n Heilignen von Isryheel ayn Rue!"

12. Drum spricht dyr Heilige von Isryheel: Mein Warnung habtß verworffen; auf Gwalt und Betrug stütztß und verlaasstß enk.

13. Drum werd enk enker Schuld wie ayn Trumm Mauer, wo von hooh obn abherfallt; und aft fallt de gantz Mauer zamm.

14. Wie ayn groosser Krueg zbricht s, dönn wo myn aane Saunln zammschlagt, däß myn d Scherbn dyrvon nit aynmaal meer als Gluetschaufl older zo n Wasserschöpfen hernemen kan.

15. Denn dös sait dyr Trechtein, dyr Heilige von Isryheel: Umstöcken müesstß und ayn Rue göbn; naacherd werdtß gröttigt. In Stilln und Vertrauen laeg enker Kraft. Aber ös habtß nit wolln,

16. sundern gmaint: "Nix daa; mir wollnd auf Rösser dyrhinfliegn!" Und drum müesstß ietz fliehen. "Auf Rennpfär ritt myr gern!" Drum rennend enk ietz d Verfolger naachhin.

17. Tausner von enk springend auf, wenn enk grad ainer droot; und wenn enk fümfe bedroohend, dann nemtß allsand d Hächsn eyn d Höndd, hinst däß dös, was von enk übrig ist, ausschaugt wie ayn Fanenmastn eyn aynn Gipfl obn, wie ayn Feldzaichen auf aynn Hugl.

18. Aber dennert kan s dyr Trechtein nit dyrwartn, enk gnaedig z sein, und will yr si ob enk dyrbarmen. Denn dyr Trechtein ist ayn Got, wo s mit n Recht haat. Saelig die, wo n verwartnd!

19. Nän, du Volk eyn n Zien obn z Ruslham, du brauchst ietz niemer wainen. Dyr Trechtein ist dyr gnaedig, wennst "Helfio!" schreist; und er antwortt dyr, so bald yr di hoert.

20. Aau wenn di dyr Trechtein ennenher mit Broot und Wasser kurzghaltn haat, aber grad zo deinn Böstn, gaat s dyr er ietz niemer verhaltn; und du käppst ys, däß er dein Leerer ist.

21. Wennst wider auf de schieffe Ban graatst, ruefft yr dyr naachhin: "He, +daa umher geet s!", aau wennst du netty umkeerter gmaint haetst.

22. Daan gaast deine Götzn aus Gold und Silber hint aushinschmeissn, auf n Misthauffen und zo n Unraat.

23. Dyrfür spenddt dyr Trechtein aau aft Rögn für d Saat auf n Acker; und dyr Traid draus waxt mast und üeppig. Wisnen haat dein Vih zo n Waidnen, däßst kain End saeghst.

24. Deine Zugrinder und -ösln kriegnd ayn gschmäckige Mischung aus Gras und Kraftfueter.

25. Auf alle hoohen Berg und bössern Hugln geit s Bäch voll Wasser, seln Tag, wo s önn Feind hauffenweis aufdraet und wo de Türm einfallnd.

26. Dyrselbn, wenn dyr Trechtein s Volk fäscht und seine Wunddnen hailt, gaat dyr Maand so hell sein wie d Sunn und d Sunn sibnmaal so hell wie in sibn Täg +mitaynand.

27. Dyr Trechtein erscheind von ganz weit wögg. Sein Zorn bricht loos; daa haat si öbbs zammbraut. Wenn yr rödt, kennst ys iem an; lohete Flammenn seind seine Worter.

28. Sein Aadm ist ayn reisseter Bach, der wo Menschn +aau non mitriss. Er nimmt de Dietn gscheid her und lögt ien aynn Zaaum an, däß yr s in äbign füert und eyn s Unheil.

29. Ös aber singtß Lieder wie an aynn heilignen Aabnd vor aynn Föst. Froelich seitß, wie wenn Wallfarer unter Floettnklang eyn n Berg von n Herrn aufhinzieghnd, zo n Fölsn von Isryheel.

30. Dyr Trechtein laasst sein mächtige Stimm erschalln. Er offnbart sein Kraft in glüehetn Zorn, verzöretn Feuer, Sturm, Dunderwöter und Schauer.

31. Vor n Trechtein seiner Stimm gaat Surn dyrkemmen, wenn yr mit seinn Stecken dreinhaut,

32. ayn ieds Maal, wenn dyr Herr mit dyr Ruettn auf Surn niderhaut. Unter n Klang von Pauckenn und Zitern und bei aynn zümftignen Rai'n kömpft yr gögn Surn.

33. Allss ist schoon pfrait, schoon lang, ayn tieffe, weite Feuerstöll, daa wo dyr Surner Künig einhin derf. Hauffenweis Brennholz ist aau schoon hergrichtt, und yn n Herrn sein Aadm kenddt s an wie ayn Schweflstroom.