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Apostelgeschichte 28:3-20 Albrecht NT und Psalmen (GANTP)

3. Als nun Paulus einen Haufen Reisig zusammenraffte und aufs Feuer warf, da kroch, von der Hitze herausgetrieben, eine Natter aus dem Reisighaufen hervor und schlängelte sich Paulus um die Hand.

4. Sobald die Leute das Tier an seiner Hand hangen sahen, sprachen sie zueinander: "Dieser Mensch ist sicher ein Mörder, den die Rachegöttin trotz seiner Rettung aus dem Meer nicht am Leben lassen will."

5. Doch er schleuderte das Tier ins Feuer und nahm weiter keinen Schaden.

6. Die Leute warteten darauf, daß er anschwelle oder plötzlich tot zu Boden falle. So warteten sie lange. Als sie aber sahen, daß ihm nichts Besonderes widerfuhr, da schlug ihre Meinung um, und sie behaupteten, er sei ein Gott.

7. Nun hatte in jener Gegend der angesehenste Mann der Insel, namens Publius, Grundbesitz. Der nahm uns auf in seinem Haus und beherbergte uns drei Tage in liebevoller Weise.

8. Gerade damals lag des Publius Vater krank an Fieber und Ruhr. Paulus besuchte ihn, legte ihm unter Gebet die Hände auf und machte ihn gesund.

9. Nun kamen auch alle anderen Kranken auf der Insel herbei und fanden Heilung.

10. Sie erwiesen uns deshalb viel Ehre, und später bei der Abfahrt brachten sie uns alles an Bord, dessen wir bedurften.

11. Nach dreimonatigem Aufenthalt fuhren wir weiter mit einem Schiff, das auf der Insel überwintert hatte; es gehörte nach Alexandria und trug als Schiffswappen das Bild der Zwillingsbrüder.Febr. 58 n.Chr.

12. Wir landeten in Syrakus und blieben dort drei Tage.

13. Von da fuhren wir rund um die Küste und kamen nach Rhegium. Tags darauf erhob sich der Wind aus Süden, und so erreichten wir schon am zweiten Tag Putéoli.

14. Da fanden wir Brüder. Die luden uns ein, sieben Tage bei ihnen zu bleiben. Dann machten wir uns auf den Weg nach Rom.

15. Da die dortigen Brüder Näheres über uns gehört hatten, kamen sie uns bis zu dem "Marktflecken des Appius" und den "Drei Schenken" entgegen. Bei ihrem Anblick dankte Paulus Gott und schöpfte neuen Mut.

16. Nach unserer Ankunft in Rom erhielt Paulus die Erlaubnis, mit dem Soldaten, der ihn bewachen mußte, eine eigene Wohnung zu beziehen.

17. Drei Tage später lud Paulus die Häupter der jüdischen Gemeinde in Rom zu sich ein. Als sie sich versammelt hatten, sprach er zu ihnen: "Obwohl ich, liebe Brüder, nichts Feindliches gegen unser Volk oder die Sitten unserer Väter begangen habe, so bin ich doch in Jerusalem gefangengenommen und in der Römer Hände überliefert worden.

18. Die haben mich verhört, und sie wollten mich freilassen, weil ich kein todeswürdiges Verbrechen begangen hatte.

19. Da sich aber die Juden dem widersetzten, so sah ich mich genötigt, Berufung an den Kaiser einzulegen. Ich will (mich hiermit nur verteidigen,) aber keine Klage gegen mein Volk erheben.

20. Deshalb ist es mein Wunsch gewesen, euch zu sehen und zu sprechen. Denn wegen der Hoffnung Israels trage ich diese Kette."

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